MyCott's Fitness-Log
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Erster Trainingseintrag

23.09.2016 - Der Blog beginnt.

Ich bin seit Montag wieder zuhause und bin geplättet von privatem Stress. Während die Lust zum Training gestern schon lungerte, war sie heute groß genug, dass ich auch aktiv wurde.

Also: Was würde ich trainieren wollen?
Fangen wir einmal ganz klassisch mit Liegestützen an...
Hey, ich habe ja High-Paralletes. Damit kann ich tiefer gehen als bei Liegestützen auf dem Boden.
Also habe ich die Paralletes nach draußen getragen und angefangen.
Wichtig, dabei auf die Form zu achten. Halte ich die Stangen korrekt, oder ist das Handgelenk nach innen oder außen geknickt? Ich habe einmal den Tipp für Anfänger gelesen, erst einmal keine Faust zu bilden, sondern den Daumen längs der Stange zu positionieren.
Nein, ich habe den Eindruck, ein ausreichend gutes Körpergefühl zu haben, das zu spüren...tatsächlich knicke ich etwas nach innen ein. Also aktiv darauf achten.
Ellenbogen nach innen drehen, die Beugung der Arme nicht durch Bewegung der Ellenbogen, sondern durch Transport der Schultern nach vorne unten. Ellenbogen weiter eng am Körper haben, auch während der exzentrischen Phase.
Sehr schön. Bei den Paralletes kann ich bis zur Spannung des Brustmuskels nach unten gehen!
15 Wiederholungen sind gut drin. Sollte ich die zwanzig anpeilen? Aber weshalb? Sollte ich schon beim ersten Satz bis zur Erschöpfung trainieren? Sollte ich das als Warmup verstehen? Bei 18 Liegestützen aufgehört. Danach hätte die Form darunter gelitten.

Was könnte ich sonst noch trainieren? Mit den Paralletes? Die Vorübung zum L-Sit (ich kenne keinen Namen speziell dazu. Es ist , sich mit durchgestreckten Armen nach oben wegdrücken und die Schulterblätter mit aller Kraft nach unten drücken. Dabei merke ich, wie der ganze Oberkörper, Schultergürtel, Trapezmuskel, Brustmuskel und Latissimus arbeiten müssen. Und die Arme müssen leiden. Sowohl Unterarme als auch Bizeps und Trizeps.
Wie lange sollte ich die Position halten können? Gymnasiasten werden das vermutlich einige Minuten halten können? Sollte ich erstmal eine Minute anpeilen? Sollte ich gleich den L-Sit trainieren und die gestreckten Beine anheben? Nein, mir geht es erstmal nur um die Oberkörperkraft. Dennoch Spannung im Bauch, wenn ich die Beine statt anzuwinkeln nach vorne strecke und hängen lasse.
Ich zähle langsam bis 15. Dann wird es mir schon zu viel.

Ich gehe wieder rein und suche mir etwas zu trinken. Was könnte ich außer Oberarmen/ Oberkörper trainieren? Sonst bin ich schnell am Ende.
Ich könnte die Hollowbody-Position wieder trainieren. Ich habe eh den Eindruck, dass die Körperspannung in der Mitte wieder etwas nachgelassen hat. Handy auf eine Minute gestellt. Was ist hier mein Ziel? Dreimal eine Minute in gestreckter Position? Zuletzt hatte ich dann angefangen, Hollow Rocking einzubauen, also in der Position anzufangen nach vorne und hinten zu schaukeln, um den Bauchmuskeln auch dynamische Belastung zu gönnen.
Heute aber erstmal nur isometrisch. Dreisig Sekunden schaffe ich mit Armen über dem Kopf, dann nehme ich die Arme nach unten und hebe sie zu den Beinen hin. Eine Minute...ganz schön anstrengend. Aber ich freue mich darauf, mit einer stabileren Körpermitte wieder bessere Erfolge bei der Balance im Handstand zu haben.

Insgesamt drei Sets dieser Übungen. Am Ende überlege ich, was ich noch mit den Paralletes anstellen könnte. Ich habe sie einmal zum Rudern genutzt. Mich darunter gelegt und zu einem Parallete hochgezogen. Ich mache fünf Wiederholungen. Das ist blöd...
Aber...ich habe kürzlich rausgefunden, dass ich an meinem Auto am Eingang zum Frachtraum mich halten und zwar keine Klimmzüge machen kann, aber mich immerhin in einer Position halten, die 90° Ellenbogenwinkel bedeutet. Das ist eine Idee: Ich trainiere zum Schluss nochmal konzentrierter Bizeps und Trizeps. Klar, diese Muskeln haben bei Handstand und co den kleinsten Anteil. Aber vielleicht motiviert es mich, wenn ich die Armmuskeln wachsen sehe? Warum sind die Armmuskeln eigentlich so beliebt? Weil sie gut sichtbar sind? Und bestimmt, weil sie anders als Bauch und Rücken meist nicht von kaschierendem Fett versteckt werden. Änderungen in der Muskelgröße und des Armvolumens lassen sich wohl am leichtesten ablesen.

Also dreimal die 90°-Chinup-Position halten. Anschließend gehe ich wieder rein und mache am Türrahmen drei Sets für den Triceps. Gibt es für die Übung einen Namen? Man stützt sich gegen die Wand und führt dann die Ellenbogen nach unten zur Wand und durch Kontraktion des Trizeps streckt man sie wieder. Das Resultat ist so ähnlich als würde man eine Hantel über den Kopf halten und hinter den Kopf sinken lassen und anheben.
Immer wieder toll. Dabei merke ich ganz genau, wie der Triceps jammert - und er nicht überschattet wird von anderen beanspruchten Muskelgruppen.

Danach ist das Training rum. Um Fortschritte beim Handstand zu erreichen, werde ich auch noch Mobilitätsübungen für die Schultern machen wollen. Aber das hat Zeit für einen anderen Tag. Dann übe ich wieder im Downward-Dog und mit einem meiner Langstöcke, die gestreckten Arme bei erhobener Schulterblattposition so weit wie möglich hinter den Kopf zu heben. Das ist der limitierende Faktor, weshalb mein Handstand noch nicht wirklich gerade ist und aktuell ein Bananenhandstand bleibt.

 

Fazit:
Ich hatte heute diffus Lust zu trainieren und dabei wieder den Körper zu spüren. Aus Liegestützen folgte eine Straight-Arm-Strength Übung für den Oberkörper. Die Hollowbody-Position lässt sich eigentlich immer und überall trainieren. Gut, dass ich mich diesmal dazu durchringen konnte und nicht vorschützen wollte, mich nur auf den Oberkörper zu begrenzen.
Nachdem ich noch nicht genug hatte folgten noch Isolationsübungen für Bizeps und Trizeps. Mit dem Ausblick, vielleicht verfolge ich das konzentrierter und motiviere mich an einem wachsenden Oberarm?

Nächstes Mal steht wieder der Handstand auf dem Programm :-)

23.9.16 21:39


Kommentar zum ersten Blogeintrag

Nun, ich hoffe, nicht jeder Eintrag des Blogs wird so lange :-D

Ansonsten wird das Studium der Blogeinträge über 28 Tage eine halbe Abschlussarbeit. Vielleicht fasse ich mich in Zukunft kürzer.
Oder ich könnte Kategorien entwickeln, was ich kommentiere.

Vielleicht wie diesmal am Ende des Blogeintrags eine Zusammenfassung, was und warum ich trainiert habe?

23.9.16 21:42


Der nächste Schritt

Gestern Abend war es wieder soweit. Wie vorgenommen habe ich Handstand trainiert.

Und das heißt, an der Grundspannung gearbeitet mit der Hollowbodyposition und an der Schulterstärke durch Handstand gegen die Wand. Um noch eine dritte Übung zu haben hatte ich Kniebeugen gemacht.

Hollowbodyposition: Ich finde den Ansatz faszinierend, dass es die Bauchmuskeln strapaziert, wenn man auf dem Rücken liegt und Beine, bzw. Kopf und Arme vom Boden hebt, weil das Gewicht der Extremitäten Spannung auf die Körpermitte ausübt und der Bauch sich anstrengen muss nicht "entzwei gerissen zu werden"...nicht ganz so schlimm, aber so ähnlich :-)
Interessant auch, dass dabei die Fähigkeit trainiert wird, unter gestreckter Position Belastung auszuhalten. Das trainiert aber nicht zwangsläufig die Fähigkeit, unter kontrahierter Position Spannung zu halten (wie z.B. beim L-Sit) oder gar den Übergang von gestreckter zu kontrahierter Position (wie es beim Salto nötig ist). Faszinierend, wie eine Muskelgruppe unterschiedliche Herausforderungen bewältigt und es nicht einfach ist: Bauchmuskel-Training.

Handstand an der Wand: Ganz allgemein ist es ja denkbar einleuchtend. Willst du einen Handstand können, müssen deine Arme dein Gewicht tragen können. Also werfe dein Körpergewicht auf deine Arme und voila es ist ein Handstand an der Wand - und auf die übrige Form kann man (erstmal) pfeiffen.
Das richtig anstrengende, was ich auch heute morgen deutlich spüre, ist dabei das Anheben der Schulterblätter. Das heißt immer "Schultern an die Ohren". Das stabiliert den Schultergürtel und ist damit beim Handstand erwünscht, bei Kampfkünsten aber nicht, weil man in den Positionen ja beweglich bleiben sollte.
Ich war begeistert, wie nah ich inzwischen die Hände an die Wand bringen kann, ohne wieder umkippen zu drohen. Das spricht dafür, dass die Schultermobilität tatsächlich zugenommen hat - obwohl ich das eher stiefmütterlich behandle. Während es letztes Jahr noch eine gute Handbreite Abstand zur Wand bedurfte, ist es jetzt vielleicht Fingerdicke :-)
Auch faszinierend, dass mir die Übung viel schwerer vorkommt, wenn ich nicht mit dem Rücken zur Wand lehne, sondern mit dem Bauch. Da wird es vermutlich einen Unterschied in der Belastung und Veranlagung zwischen vorderem und hinterem Deltamuskel geben? Oder es ist ein psychologischer Unterschied: Bei der einen Variante kann ich mich einfach wieder zurückfallen lassen, während ich bei der anderen Variante noch die Koordination haben muss, die Arme weiter von der Wand bewegen zu können, um runter zu kommen (Bei der Bauch zur Wand-Version).
Außerdem kann ich an der Wand (Rücken zur Wand) einmal üben, auch in der umgekehrten Vertikalen die Hollowbodyposition zu halten. Das ist da tatsächlich schwieriger, den unteren Rücken komplett an der Wand zu halten und nicht nur Schultergürtel und Hüfte die Wand berühren zu lassen.

Kniebeugen:
Einfach, weil mir das etwas wenig erschien, wollte ich noch etwas drittes machen, das aber nicht die Schultern oder den Rumpf belastet.
Anfangs habe ich normale Kniebeugen gemacht. Das ist nicht sehr krafttechnisch herausfordernd und es sind 20 Wiederholungen möglich. Aber bei Kniebeugen ist es auch kritisch, wenn bei zu starker Belastung die Form fehlerhaft ist und das Kniegelenk fehlbelastet wird, weil die Beine nach außen oder innen nachgeben. Darum also zunächst mit solider Intensität eine saubere Form üben. Beim zweiten Durchgang waren normale Kniebeugen langweilig und ich habe mich breitbeinig aufgestellt und bin jeweils auf eine Seite runtergegangen. Das war koordinativ anspruchsvoller und schon da merkte ich die Grenzen meiner Beweglichkeit :-/ Das ist ein anderes Thema. Beim dritten Mal wollte ich dann doch große Belastung und habe Pistol-Squats geübt: ein loses Bein nach vorne gestreckt und damit einbeinige Kniebeugen. Um die Übung koordinativ einfacher zu machen, habe ich mich an den Kopf der Treppe gestellt, damit das freie Bein nicht zwangsläufig 90° gehoben sein muss. Dabei zeigte sich wieder, dass das linke Bein stärker ist (4 Wiederholungen) und das rechte schwächer (1 unsaubere Wiederholung). In Zukunft will ich schauen, wie ich hier die Belastung skalieren kann und einen Übergang finden zwischen engen Kniebeugen und einbeinigen Kniebeugen.

Achja...und eigentlich wollte ich zum Schluss noch Mobilitätsübungen für die Schulter machen, aber das hatte ich dann verbummelt, weil ich mit dem Kopf schon wieder bei der nächsten Aufgabe war. Ich hatte aber überlegt, ob es sinnvoll wäre oder nicht, die Mobilitätsübungen vor der Kraftübung zu machen oder danach. Vorteil davor: Die Muskelgruppen werden in der Position trainiert und belastet, welche letztlich angestrebt wird und nicht aufgrund mangelnder Mobilität in einer Näherungsposition. Nachteil: Ich meine einmal gelesen zu haben, dass Läufern vom Dehnen vor dem Training abgeraten wird, weil die Gelenke dann tendenziell fehlbelastet werden aufgrund der ungewohnten Mobilität. Hmmm... einleuchtend bei Übungen mit hoher Wiederholungszahl und geringer Intensität (wie laufen). Bei einer statischen Kraftübung wie dem Handstand sollte das aber kein Argument sein.

Fazit:

Hollowbodyposition ist eine faszinierend einfache Übung, die mir immer wieder aufzeigt, welche komplexen Aufgaben Muskeln, gerade des Rumpfes zu erfüllen haben.
Beim Handstand merke ich Fortschritte.
Bei den Kniebeugen habe ich ein solides Fundament. Normale Kniebeugen sind keine Herausforderung. Um einbeinige Kniebeugen aber ohne gesundheitsrisiken für das Kniegelenk trainieren zu können, muss ich mir aber noch etwas überlegen.

27.9.16 10:19


Konsequenz beim Training

Konsequenz beim Training

Das hat jetzt nichts mit Kausalität zu tun, sondern soll die Übersetzung von "Consistency" sein, also das Substantiv zum Adverb in "konsequent handeln".

Ich habe einen Beitrag gesehen, in welchem der Sprecher dafür eintritt, dass sich Ziele zu setzen ein schwerer Fehler sein kann.
Erreicht man das Ziel oder das Zwischenziel, kann die Motivation nachlassen. So war es zuletzt bei mir und meinen Dehnbemühungen der Fall. Als ich regelmäßig mit den Fingerspitzen bis zum Boden kam, war die Motivation irgendwie verloren, weiterzumachen.
Erreicht man das Ziel nicht, ist man erst recht frustriert und verliert die Motivation.

Wenn wir für diese Form der extrinsischen Motivation das Bild des Esels mit der vorgehaltenen Karotte nehmen, brauchen wir noch ein Bild für die intrinsische Motivation. Ich finde hier das Bild von Mäusen im Rad passend. Es ist ihnen vollkommen klar, dass sie dabei nicht einen bestimmten Ort erreichen, aber es macht ihnen einfach Spaß, einmal rennen zu können. Das Rennen an sich ist der Grund.

Der Sprecher nannte die beiden Aspekte das "What" für das Ziel und das "Why" für die eigentlich intrinsische Motivation und meinte, auf diese komme es letztlich an; sich gewahr zuwerden, weshalb man trainiert, und nicht um X zu erreichen.

Meine Motivation ist mehrschichtig. Einmal macht es mir Spaß, meinen Körper zu bewegen (und nicht durch gehen). Auf der anderen Seite brauche ich einen Gegenpol zur Tätigkeit am PC. Und als dritten Punkt sehe ich das Training als eine Möglichkeit, Kontrolle und Disziplin in meinem Leben zu führen. Dieses Training bestimme ich. Ich kann mich darin verwirklichen und es ist anders als eine TV Serie zu gucken oder ständig dieselben Aufgaben eines Computerspiels zu erledigen.

28.9.16 08:22


Three times is a charm

Auf dem Weg zur Konsequenz

Ich hatte heute wieder Lust auf Dips und Liegestütze. Aber da beides auf dieselbe Muskelgruppe geht, ist es immer blöd, beide gleichermaßen zu trainieren. Wobei trainiert man eigentlich Dips? Oder nutzt man Dips nur zum Training von Brust und Armen?. Jedenfalls waren diesmal Dips dran. Vom Spaß an der Bewegung nehmen sich die zwei Übungen finde ich nichts. Dips finde ich anstrengender und geben nach dem Training ein schöneres Körperbild her. Dafür habe ich bei der Ausführung der Liegestütze ein besseres Gefühl für saubere Form.

Da ich erst gestern den Rumpf mit der HollowbodyPosition gestresst habe, wollte ich das heute nicht schon wieder und habe dafür eine Kontraktionsübung gemacht. Mit geraden Beinen nach vorne sitzend, die Arme an den Seiten bis zum Boden. Dann die gestreckten Beine so weit wie möglich anheben. Während ich das einmal als statische Übung kennengelernt habe, mache ich es lieber als Bewegung. Das ist für mich erfüllender. Die statische Übung würde vermutlich mehr bringen für ein gezieltes Training zum L-Sit.

Als dritte Übung habe ich diesmal nicht den unvollständigen Chinup am Fahrzeug gemacht, sondern den "australian pull-up" an einem meiner Paralletes. Wenn ich die Beine nicht gestreckt halte, sondern die Füße aufsetze, macht die Übung mehr Spaß; vermutlich weil sich der Winkel ändert, oder es weniger Arbeit für den Rumpf bedeutet, den Körper in Linie zu halten.

Es macht mir jedenfalls zunehmend Spaß, abends zu trainieren; als Ausgleich zum übrigen Tag. Wenn ich hingegen täglich trainieren will, sollte ich mir noch etwas überlegen, um nicht nach einer Woche im Übertraining zu sitzen, weil Muskelgruppen sich nicht erholen können.

28.9.16 19:00


Krafttraining oder Muskeltraining

Krafttraining oder Muskeltraining

 

Anfangs habe ich einmal geschrieben, ich trainiere vornehmlich wegen des Spaßes an der Sache. Dennoch will ich zeitgleich besser werden mit den Übungen insbesondere dem Handstand und will körperliche Belohnungen sehen.

Nun scheinen das beim Training zwei verschiedene Ziele zu sein, die es unterschiedlich anzuvisieren gilt.

Will ich Krafttraining, sind Schweregrade der Übungen gut, in welchen ich zwischen 3 und 8 Wiederholungen schaffe. Bei Wiederholungszahlen zwischen 1 und 3 ist der Fokus dagegen auch auf Kraftzuwachs, allerdings mehr auf verbesserter Muskelkoordination. Also verbesserte intermuskuläre Koordination. Bei 3-8 führt Kraftwachs von verbesserter intramuskulärer Koordination her. Also Rekrutierung von mehr Muskelfasern zum Beispiel.

Bei 6 bis 12 Wiederholungen reagiert der Muskel mit Hypertrophie, also der Bildung von mehr Masse, (Mehr und/oder dickere Muskelfasern?)
Über 15 oder 20 Wiederholungen reagiert der Muskel weniger mit Kraftzuwachs als mit Ausdaueranpassung. Das heißt, dass zum Beispiel die Blutversorgung verbessert wird und der Stoffwechsel optimiert wird.

 

Ebenso gibt es Grenzen bei der Pause zwischen Übungen. Empfehlungen schwanken von 45 bis 120 Sekunden für Muskelaufbau. Das ist wohl der Zeitrahmen, in welchem sich der Muskel nicht vollständig erholen kann und deshalb beim zweiten Satz schon im Minus beginnt.

Bei Pausen von über 120 Sekunden hat sich der Muskel komplett oder zumindest hinreichend erholt, dass der folgende Reiz nicht mehr mit Wachstum sondern mit Kraft beantwortet wird.

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Nun kann man sich ausrechnen, dass eine Trainingseinheit mit 3-8 Wiederholungen, jeweils nur einer Minute Pause und insgesamt drei Sätzen nicht allzu lange dauert und für mich zumindest nicht gerade befriedigend ist.
Ich glaube, daher rühren die Ratschläge, mehrere Übungen für dieselbe Muskelgruppe zu machen. Die zusätzliche Wirkung der zweiten und dritten Übung ist vermutlich geringer, denn der Muskel ist ja schon erschöpft und hat sein Signal erhalten, aber dann macht das Training mehr Spaß und der Muskel ist am Ende  vollends durchblutet und schön geschwollen.

Jetzt gibt es auch den Ratschlag, um schneller im Trainingsplan voranzukommen, man könne ja Übungen für Agonisten und Antagonisten koppeln. Erst Biceps, dann ohne Pause Triceps, derweil erholt sich der Biceps und so weiter. Hm, rein rechnerisch sollte man nur in hektik damit die angestrebte Zeitspanne von unter 60 Sekunden unterschreiten.

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Ich schaue aktuell, dass ich mindestens 5 Wiederholungen schaffe - auch weil ich mir sonst Sorgen um die Form mache (wie bei den Pistol-Squats) und nur in Ausnahmesituationen deutlich mehr als 10 Wiederholungen. Ziel ist immer eine Belastung, dass ziemlich genau 10 Wiederholungen drin sind, oder ich eine Position zwischen 45 und 60 Sekunden halten kann, wie beim Handstand gegen die Wand, der Hollowbody-Position oder der Grundposition auf den Paralletes.

28.9.16 20:04


Stretching?

Stretching und Mobility?

 

Beweglichkeit ist für mich nicht ganz so attraktiv wie Kraft. Dennoch ist es ein wichtiger Bestandteil gerade von Calisthenics-Übungen. Bei meinem Favoriten, dem Handstand, zum Beispiel braucht es eine sehr mobile und belastbare Schulter, will ich nicht den klassischen Bananenhandstand mit Krümmung im Rücken haben, sondern den geraden Handstand. Die Bananenvariante entsteht, wenn die Arme nicht gänzlich über den Kopf reichen. Um den Schwerpunkt dennoch über den Handgelenken halten zu können, muss sich der Rücken krümmen.
Für den L-Sit braucht es Beweglichkeit in den Beinen, um sie tatsächlich gestreckt im 90° Winkel zu halten. Für die Brücke müssen Schultern und Wirbelsäule beweglich sein.

Heute hatte ich einmal Muse und trainierte die Schultermobilität mit dem Stock. 1,50m-Stock an beiden Händen fassen, über den Kopf so weit wie möglich nach hinten bringen mit durchgestreckten Armen. Es wird schwieriger, je kürzer der Stock gehalten wird. Mir gefällt die Übung, weil ich dabei sehr gut die Dehnung im vorderen Schulterbereich und vor allem in der Brustmuskulatur spüre.

Davon inspiriert habe ich mir noch etwas zum Dehnen gesucht und mir nun vorgenommen, Mobilitätsübungen zu machen, die den Radschlag vereinfachen sollen. Das bedeutet also die "Dreieck-Pose" aus dem Yoga (Utthita Trikonasana) und eine Variante des "Pancake-Stretches", den ich weitaus weniger mag.

Mal sehen, wie lange ich diesmal diese Stretches verfolge und ob die Motivation zu einem schönen Radschlag sich halten kann, wenn in absehbarer Zeit Bodenfrost die Übung weit unattraktiver macht.

 

28.9.16 22:24


Nachtrag Mobility

Nachtrag Mobility

Da hatte ich gestern doch tatsächlich den "Downward Dog" als Position vergessen. Das ist für mich fantastisch, weil ich damit wunderbar die Schulter öffnen kann und sie gleich Belastung gewohnt ist (anders als bei der Stockübung) und ich mich außerdem auf die Waden konzentrieren kann, also ein bisschen Ablenkung habe.

Dazu gibt es noch eine Übung, wo ich mit etwas Abstand zur Wand in den Handstand gehe (Rücken zur Wand), bewusst ins Hohlkreuz gehe und die Füße die Wand berühren und dann bewusst den Brustbereich nach vorne drücke. Das ist enorm anstrengend, aber auch sehr effektiv, wie ich die letzten Male feststellen konnte.

29.9.16 09:52


Klimmzüge

Klimmzüge

 

Heute gehe ich wieder zur WorkoutArea und habe dort die Möglichkeit, Klimmzüge zu machen. Ich freue mich darauf, denn den ganzen Körper irgendwo hochzuziehen gibt mir schon das Gefühl, ganz schön Kraft auszuüben :-)

Allerdings befürchte ich, ich müsste Klimmzüge regelmäßiger machen als bisher und so wie es bisher ausschaut ist es vielleicht einmal die Woche.

Auf der anderen Seite weiß ich, dass beim Training mit den Paralletes der Hauptmuskel der Klimmzüge, der Musculus latissimus dorsi, ebenfalls stark beanprucht wird.

Das ist wieder eine Unterscheidung wie zwischen der Hollowbody-Position und Situps. Bei der einen Übung übernimmt der Muskel stabilisierende Funktion und in der anderen eine dynamische. Ähnlich ist es mit Handstand vs. Liegestütz und dem Musculus triceps brachii.

Cool, dass diese Unterscheidung bei so Vielem zum Einsatz kommt!

30.9.16 09:27


Klimmzüge#2

Klimmzüge #2

 

Grund des Eintrags ist aber eine coole Erkenntnis. Ich habe ein Video angeschaut, das erklärt, warum Klimmzüge anstrengender sind als Chinups. Klar, bei zum Körper gedrehten Handflächen arbeitet der Biceps besser mit. Aber durch das Video kam mir die Erkenntnis: Das ist genau das gleiche wie bei Biceps-Curls mit Kurzhanteln!

Dreht man die Handfläche nicht nach oben, sondern nach unten wird die Übung gravierend schwieriger. Und Grund dafür ist, dass der Einfluss des Biceps aus der Bewegungskette genommen wird und ein anderer Muskel hart arbeiten muss (Musculus brachioradialis).

 

30.9.16 09:27





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